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MODETEE
Einmalig in Düsseldorf, seit 1957, ist der Modetee des Amazonenkorps. Im Jahr 2012, somit zum 5 x 11ten mal, die Karnevalsveranstaltung der ganz besonderen Art.
Eine Modenschau - umrahmt von einem spritzigen Programm - lässt die Herzen höher schlagen und die Daumen fester drücken, um eines dieser phantastischen Kostüme zu gewinnen. Dank gesagt sei hier an Mia Berens, die von Anfang an Kostüme genäht und sie auch auf dem Laufsteg vorgeführt hat. Und wem das Glück hold ist, der kann auch eines dieser phantastischen Kostüme oder Hüte am Ende der Veranstaltung mit nach Hause nehmen.
Helfende Hände hinter den Kulissen:
Kostüme: Inchen Troost - Karin Haag - Astrid Brauckhoff - Kerstin Unkrig-Kremer - Städt. Elly-Heuss-Knapp-Kollegschule, Düsseldorf
Hüte: Effi Betke -Ulla Kriegleder - Doris Gliedt - Elke Bischof-Münks - Nicola Kriegleder - Georgia Gruber
Eine lange Verschnaufpause ist den Kostümnäherinnen nicht vergönnt, denn bereits im April werden aus vielen zusammengetragenen Ideen und Modeheften die Modelle für den nächsten Modetee ausgesucht.
Auf dem Dachboden werden aus hunderten von Stoffen die dafür geeigneten ausgesucht, Kurzwaren dazu und die entsprechenden Schnitte. Dann beginnen unsere Kostümnäherinnen mit den Kostümen. Die meiste Zeit beanspruchen die Schnitte, die teils selbst erstellt oder aus vielen anderen zusammengebaut werden. Das Wohnzimmer wird zur Zuschneidewerkstatt - aber Achtung - Stoffe und Schnitte müssen richtig liegen, sonst muss komplett neuer Stoff her oder die Damen müssen über ein neues Modell nachdenken. Wohnzimmer Zuschneidewerkstatt - das Schlafzimmer wird zur Nähwerkstatt - überall Kistchen und Kästchen mit Kurzwaren, der Fußboden voll Fäden und Stecknadeln, die bei der Arbeit nun einmal "abfallen".
Zwischendurch immer wieder Anprobe - Pech schon wieder trennen - paßt nicht! Irgendwann sind die Kostüme dann doch fertig und die Ausschmückung mit Borden, Pailletten und Blumen beginnt. Zum Schluß die Hüte. Alte werden zum Untergestell zugeschnitten, bezogen, beklebt, Rüschen aufgenäht u.ä. oder es werden ganz neue gemacht. Dann kommt auch schon bald der Tag der Anprobe. Das Wohnzimmer gleicht nun einem Modeatelier.
Vorführdamen und Näherinnen haben immer viel Freude bei der Anprobe. Wie sonst im Leben, steht nicht jeder Dame jedes Kostüm. Wichtig ist auch, dass es ihnen gefällt, um es nachher mit spürbarer Freude vorführen zukönnen. Am Morgen des Modetees werden die Traumgebilde an den Ort der Veranstaltung transportiert. Die Näherinnen freuen sich riesig über den Applaus des Publikums - das ist der Lohn für die monatelange Arbeit. Und in kürzester Zeit ist dann schon wieder April ...
Auch hier, wie beim Nähen, beginnt die neue Produktion der Hüte bereits im April/Mai. Die Küche wird zur Nähwerkstatt - das Schlafzimmer zur Aufbewahrungsstätte der bereits gefertigten Hüte. Tausende von kleinen Vierecken aus Tüll müssen auf die Grundform der Hüte - die ebenfalls selber hergestellt werden - mit der Hand aufgenäht werden. Danach kommt der kreative Teil: das Ausschmücken. Hier sind der Phantasie der Hutmacherinnen keine Grenzen gesetzt.



